Peter Becker
1828 Frankfurt am Main – Soest 1904
14. Januar 2009 von GalerieFach
Frankfurter Maler und Zeichner.
Der Landschaftsmaler Peter Becker studierte in Frankfurt am Städelschen Kunstinstitut bei F.A. Hessemer (1800-1860), dann bei J. Becker (1810-1872). Anschließend hatte er zeitweise ein Atelier im Deutschordenshaus in Sachsenhausen, wohin sich der Nazarener Philipp Veit (1793-1877) und ein Teil seiner Anhänger zurückgezogen hatten, nachdem dieser die Leitung des Städelschen Kunstinstitutes 1843 aufgegeben hatte.
Einen gewissen Einfluss auf Becker hatte die spätromantische Malauffassung seines Künstlerfreundes Edward Jakob von Steinle (1810-1886), dem bekannten Nazarener, mit dem er u.a. die Entwürfe für die Glasfenster des Frankfurter Doms ausführte.
Beckers bevorzugte Technik waren aquarellierte Kohlezeichnungen und Zeichnungen, die während zahlreicher Ausflüge direkt vor der Natur entstanden; Arbeiten in Öl sind seltener.
Peter Becker nimmt eine Ausnahmeposition in der Frankfurter Kunstlandschaft ein. Als Meister der Stadtvedute entwickelte er eine ganz eigenständige, unverwechselbare Note, die ihm zu Lebzeiten die breite Anerkennung des Publikums einbrachte.
Häufig mit Genreszenen belebt und in Verbindung mit Landschaften, sind Beckers liebevoll und exakt gemalte idyllische Ansichten von warmem, farbig differenziertem Kolorit und durchdrungen von einer feinen und beseelten Note.
So war nicht die Hinwendung zu aktuellen Kunstströmungen sein Ziel, die er durchaus studierte, sondern die Dokumentation mittelalterlich-pittoresker Stadtansichten. 1899 wurde er zum Professor ernannt.
Die Graphische Sammlung des Städelschen Kunstinstitutes Frankfurt am Main besitzt eine große Anzahl seiner Werke, wie auch das dortige Historische Museum.
1) angeboten von: Galerie Joseph Fach GmbH – Frankfurt/Main

Frankfurt am Main – „Main Idyll bei der Gerber Mühle“. Aquarell, Tuschfeder in Schwarz, über Bleistift, mit schwarzer Feder umrandet, auf festem chamoisfarbenem Velin, links unten signiert und datiert „Peter Becker 1891“. 32,1:48,7 cm.
2) angeboten von: Galerie Joseph Fach GmbH – Frankfurt/Main

Friedberg, Wetterau, Rhein-Main-Gebiet – „Friedberg in der Wetterau“. Aquarell, Kohle, Pinsel in Schwarz, etwas Weiß gehöht, über Bleistift, mit Bleistift umrandet, auf festem Velin, aufgezogen auf festem Velin, Mitte oben in einer Banderole bezeichnet, signiert und datiert „Friedberg in der Wetterau / gez. und gemalt v. Peter Becker / AD 1897“, Banderole links oben „Das Wappen der Stadt Friedberg“, Banderole rechts oben „das Wappen des Herzogthums Hessen“. 52,4:68,3 cm.
3) angeboten von: Galerie Joseph Fach GmbH – Frankfurt/Main

Niddatal-Ilbenstadt, Dom der Wetterau, Oberhessen – „Ilbenstadt in der Wetterau“. Aquarell, Tuschfeder in Schwarz, Weiß gehöht, über Bleistift, auf chamoisfarbenem festem Zeichenpapier, links unten monogrammiert und datiert „19 PB 02“. 11,7:19,2 cm.
4) angeboten von: Galerie Joseph Fach GmbH – Frankfurt/Main

Runkel im Lahntal, Landkreis Limburg-Weilburg, Hessen – „Runkel an der Lahn“. Aquarell, mit Deckweiß gehöht, über Kohle und Bleistift, auf chamoisfarbenem festem und strukturiertem Papier, rechts unten signiert und datiert „Peter Becker 1875“. 61:100 cm.