Franz Ludwig Catel
1778 Berlin – Rom 1856
30. Juni 2010 von GalerieFach
Deutscher Maler
Zu Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit beschäftigte sich Catel zunächst mit Holzbildnerei und mit Illustrationen. 1806 wurde er in die Berliner Akademie aufgenommen. Ein Jahr später begab er sich mit seinem Bruder nach Paris und erlernte dort die für ihre brillante Technik bekannte französische Ölmalerei. Eine anschließende Reise in die Schweizer Alpen brachte die Hinwendung zur Landschaftsmalerei.
Ende 1811 ging er für immer nach Rom und verkehrte dort im Kreise der Nazarener sowie mit J.A. Koch (1768-1839), ohne jedoch nachhaltig von deren Kunstauffassung beeinflusst worden zu sein. Vielmehr spezialisierte er sich auf Veduten und Sittenbilder, deren effektvolle Licht- und Farbgebung ihm einen großen Abnehmerkreis verschafften.
Auf mehreren Studienreisen durchstreifte er den Süden Italiens, oft in Begleitung von anderen Künstlerkollegen. Als erfolgreicher Maler konnte sich Catel ein gastliches Haus leisten und unterstützte Künstler, die weniger Glück hatten. Er gehörte 1845 zu den Gründern des Deutschen Künstlervereins, dessen Vorsitzender er 1852 wurde. Sein Vermögen hinterließ er als Stiftung „Istituto Catel“ zugunsten junger deutscher und italienischer Künstler. Das „Pio Istituto Catel“ existiert noch heute in Rom.
1) erhältlich bei Joseph Fach GmbH, Galerie und Kunstantiquariat, Frankfurt/Main

Franz Ludwig Catel, Alter Pifferaro mit einer der Musik lauschenden jungen Frau in der römischen Campagna sitzend, mit Blick auf die Acqua Claudia. Öl auf Leinwand, um 1820/25. 37,5:47 cm. Gerahmt.
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